Dezember 21, 2009

Geht spielen!

In diesem Artikel war kürzlich zu lesen, dass es “Spielzimmer” für Schulen zu gewinnen gibt. Ausgangsgrundlage ist, dass in der Hirnforschung  festgestellt wurde, dass das Gehirn bei Gesellschaftspielen viele Vernetzungsmöglichkeiten, durch die angesprochenen unterschiedlichen Wahrnehmungskanäle bekommt. Aktive Erfahrungen durch habtische und optische Reize neben Kreativität und Teamgeist, werden  gefördert.

Aus eigenen Erfahrungen wissen wir um die  Konkurrenzsituationen, die manchesmal(in meiner Erinnerung) kaum auszuhalten waren. Die  darin enthaltenen sozial/emotionalen Erfahrungsmöglichkeiten sind umfassend, so dass sie ein wunderbares Übungsfeld für Kinder sind.

Alle Angebote die  neben  fern sehen und Pc-Spiele die Waage halten, um unseren Kindern aktive Wahrnehmungs-erfahrungen zu ermöglichen sind absolut notwendig und wichtig.

Doch wie sieht es mit uns Erwachsenen aus? Wer Kinder hat, kommt sicherlich schon mal eher in die Situation, ein Gesellschaftsspiel zu spielen. Doch wer von uns  hat in letzter Zeit mit Ewachsenen, ein Gesellschaftsspiel gespielt?

Die Wirkung des Spiels wird/wurde oft unterschätz, die Sinnhaftigkeit und Deutung des Spiels von vielen untersucht:

Das Spielen galt lange Zeit lediglich als ein Ausdruck der kindlichen Seele und  war auch nur bei Kindern geduldet . Ein Versunkensein eines Menschen, dem entgeht wie die Zeit verrinnt, galt bei Erwachsenen als Zeitvergeudung.

In den heutigen Deutungen wird dem Spiel die Kraft zugesprochen, in das menschliche Sein und in die Ordnung der Gesellschaft einzugreifen und sich an verschiedenen  Orten und Zeitpunkten in das Leben der Menschen einzumischen.

Roger Cailois war  überzeugt: “, ….. Aber in Wirklichkeit ist dieses ständige unterschätzen des Spiels seine große Stärke. Das Spiel befindet sich nicht am Rande der Gesellschaft, sondern in ihrem Zentrum, in uns allen.” Caillois beobachtete, dass das Angebot an Spielen, im Zusammenhang mit der Gesellschaft steht. Es geht um ähnliche Dinge: Geld, Macht, Zufall

Auch Schiller erkannte  zu seiner Zeit, dass durch die Losgelöstheit der Zwänge im Spiel, eine freie und befreiende Kreativität möglich wird. “Es wird eine  eigene Welt erschaffen, in der Neues entsteht; was es noch nicht gibt oder nie geben wird.”

Das Spiel also, als Chance zur Selbstverwirklichung. Eine Möglichkeit eine unbekannte Seite, eine Neigung oder Einstellung an sich zu entdecken,  die beim Spielen  die Gelegenheit bekommt  sich auszudrücken.

Ich z.B. liebe das Spiel “activity”. Die unterschiedlichen Anforderungen: etwas darstellen, zeichen und reden und  das Raten in Teams, vereinen viele Dinge die ich mag. Strategiespiele wie “Risiko” finde ich langweilig.

Wenn wir unsere Auswahl  der Spiele betrachten, wird es interessant. Wir wählen einen Spieltyp, der unser eigenes Denkprinzip enthält. Was bin ich für ein Typ?  Liebe ich die Macht des Zufalls(alea), z.B. bei einem Würfelwurf oder fasziniert mich der Wettkampf(Agon). Verfalle ich in einen Spielrausch(Illinx) oder mag ich die Nachahmung und Maskierung(mimikry).

Wer lange nicht gespielt hat, hat vielleicht  Lust und Anlass bekommen, sich in die entsprechende Abteilung des Kaufhauses zu begeben…..

Für die anderen, die Spielertypen unter uns, welches sind eure Lieblingsspiele? Über Empfehlungen würde ich mich sehr freuen.

Dezember 6, 2009

Denn sie wissen was sie wollen

Auf dem Weg,  Kinder in ihrer persönlichen Verantwortung, in ihrem Selbstgefühl zu stärken und zu unterstützen, erkenne ich  ständig(wenn wir sie lassen),  dass sie kompetenter sind, als wir Erwachsene oft denken.

Geläufig ist uns, das Selbstvertrauen der Kinder, ihre konkreten Fähigkeiten und Begabungen und das was sie leisten, zu stärken.

Das Selbstgefühl, die innere Säule, das Wissen darum *wer bin ich*, kann ein KInd nur erwerben, wenn wir es in seiner Selbst-Kompetenz erkennen und anerkennen. Der Marshmellowtest, ist, davon abgesehen, dass er sehr lustig ist, ein hervorragendes Beispiel dafür, dass ihre Fähigkeit zur Selbstverantwortung  groß ist.

wiedergefunden auf dem blog von  Einvoll.

Dezember 5, 2009

Ist das Kunst oder kann das weg

…ich liebe grobmotorische Arbeiten.

Hier geht es um Stöcker und Stoffe und wie man unschwer

erkennen kann um die Farbe “blau”.

Dieses und noch vieles andere ist auf einem Stadtteilaktionstag

in Neumünster enstanden.

Oktober 10, 2009

So gehts

mit Spaß und Kreativität, einfach und schön. Eine Rolltreppe bekommt Konkurenz:

September 16, 2009

Über den Vorteil verschieden zu sein

Ein interessanter Vortrag, von Remo Largo im Körber Forum Hamburg. “Dem Drang ihr Eigenes Auszubilden” müsse Nahrung

geboten werden,” denn Einheitsbrei macht lediglich dick. Die Unterschiedlichkeit von Kindern fördern und ihnen Gelegenheit geben sich selbst und ihre eigenen Talente und Fähgkeiten zu finden.

Wer Zeit und Lust hat, – der Vortrag ist auch als download zu haben und dauert etwas über eine Stunde!

September 5, 2009

Delphine im See

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August 26, 2009

Die Wirkung von Bewegung

Bewegung stellt die Grundlage von Wahrnehmung und Sprache dar.

Ein  besondere Zusammenhang von Sprache und Bewegung, liegt in der gleichzeitigen Entwicklung. Beide entwickeln sich an einander.

Jede Bewegung ist eine allumfassende komplizierte Vervollkommnung des Körpers.

Also Ganzkörperlich und somit Grundlage jeder Wahrnehmungsfähigkeit.

Wenn also eine Bewegungshandlung (geführt, gesteuert, differenziert kreativ, geschickt) willentlich ausgeführt wird, führt es zu der Fähigkeit eine Handlung zielorientiert auszudrücken. Die Erfahrung der zielorientierten Handlung stärkt die Ausbildung der Ich – bzw. Selbstkompetenz.

Je größer die Wahrnehmungsfähigkeit

Je größer die Möglichkeit einer zielorientierten Handlung(sensiblen Bewegung)

Je größer die Ichkompetenz

Je größer das Ausmaß der Sozialkompetenz

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Bewegungs- und Wahrnehmungsfähigkeiten ermöglichen eine immer größer werdende Selbsterfahrung

Sach- Erfahrung

und Du- Erfahrung

Du -Erfahrungen führen zu Verständnis, Aufgeschlossenheit, Kontaktbereitschaft, Hilfs-und Einsatzbereitschaft.

August 22, 2009

Zeit und Geborgenheit

(mit freundlicher Genehmigung von www.frank-kunert.de)

Vor kurzem war im Zeitmagazin ein guter Artikel zu der Situation von Kindern in unser Gesellschaft. Nicht die Vergessenen und Vernachlässigten, sondern genau die Anderen. Die sogenannten Gedopten, — von diversen Therapeuten, Nachhilfelehrern und der Pharmaindustrie.

Remo Largo vertritt die Meinung, das der Druck auf die Kinder zu groß ist. Aus zufällig und schicksalhaften geborenen Kindern sind Wunschkinder geworden (selten mit Geschwistern). Sie haben die ganzen Erwartungen der Eltern zu tragen, alleine. Den Kindern fehlt eine Welt die ihnen gerecht wird, Beziehungen die nicht auf Leistungen aufbauen. Den Bewegungsdrang den sie haben, ist nicht hyperaktiv sondern völlig normal.

Gerald Hüther bekräftigt die Notwendigkeit von emotionalen Beziehungen zwischen Eltern und Kindern. Er spricht von dem Wahnsinn, unsere eigene Atemlosigkeit auf die Kinder zu übertragen.                                                                                                 Während die einen unter Druck und von Therapie zur Nachhilfe getrieben werden, sitzen die anderen vor der Spielkonsole. Das Ergebnis ist gleich,: Beziehungslosigkeit; und das bedeutet immer eingeschränkte Entfaltungsmöglichkeiten für die Kinder. “Ihr Gehirn wird zu einer Kümmervesion dessen, was daraus hätte werden können.”

In meinen Beobachtungen kann ich bestätigen, dass das Einfühlen in das eigene Kind, den Vorstellungen von dem wie wir sie gerne hätten, geopfert wird. Da ist die Bildungsangst  der Eltern und dem immensen Druck dem sie ausstehen. Wenn dann auch noch von Legasthenie, Dyskalkulie, Logopädie, ADHS, Hochbegabung gesprochen wird, ist es mehr als eine Herausforderung dabei ruhig zu bleiben. Stattdessen zu spielen, gemeinsam mit dem Kind, auf einen Berg zu klettern, zu kochen, Ball zu spielen oder sich zu langweilen, wäre die kleinere Herausforderung mit der größeren Wirkung.

August 6, 2009

Nichts als Wörter

vom Suchen und Finden genau dieser…..

Ein Text dazu von Eichendorf

SCHLÄFT EIN LIED IN ALLEN DINGEN

DIE DA TRÄUMEN FORT UND FORT

UND DIE WELT HEBT AN ZU SINGEN

TRIFFST DU NUR DAS ZAUBERWORT

Ich bewundere Leute, die “Zauberwörter” am laufenden Band produzieren können, nicht Glühwürmchen sondern Blitze.

Juni 30, 2009

Zusammen wiederentdecken

Erwachsene leben über die Sprache.  Das Zeigen von eingeschränkten Bewegungsfähigkeiten, wird meistens als Autoritätsverlust verstanden. Wir schauen auf Haltung und Aussehen. Unsere eigenen Erfahrungen von Bewegung und Sport sind i.d.R. leistungsbezogen.

Eine Möglichkeit aus diesem Denken herauszukommen, ist die Neuentdeckung der Freude an der eigenen Bewegung, wenn wir uns auf die Ebene der Kinder begeben. Wir brauchen ihnen nur zuzuschauen, als Erzieherinnen, Pädagogen oder Eltern steht die Möglichkeit vor der Tür.

Bekommen sie ein Material, z.b. Seile, Reifen Stöcker, ist der Erfindungsreichtum riesig,:  drehen, balancieren, springen, rollen, fangen… .  Wir brauchen einfach nur beobachten, mitmachen, ausprobierenlassen, herausgreifen, hervorheben, wiederholen, verändern.

Ebenso wie Kinder durch Nachahmung von den Erwachsenen lernen, können wir von ihnen ein Stück unserer Bewegungsfreude und Körpererfahrung lustvoll wiederentdecken.

Ein Gewinn für beide Seiten: die Kinder erleben bewegte Erwachsene, werden in ihrem Bewegungsdrang bestätigt und ermuntert auszuprobieren und bei den ErzieherInnen und Erwachsenen können sich körperliche Verkrampftheit und Kontrolle lösen.

Aus körperlicher Lust entsteht Neues.